Soziale Arbeit – Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention

Seit dem Wintersemester 2016/2017 gibt es den Studiengang „Soziale Arbeit – SchwerpunktGesundheit und Prävention“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten. Mit ihm sollen Fachkräfte für die Soziale Arbeit, ins Besondere in Richtung Gesundheit, ausgebildet werden.

Der Begriff „Soziale Arbeit – Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention“ und der Studiengang

Die Soziale Arbeit ist sowohl eine praxisorientierte Profession als auch eine wissenschaftliche Disziplin. Mit dem Ziel der Förderung des sozialen Wandels und der sozialen Entwicklung befasst sie sich auch mit dem Bereich der Gesundheit. Die Erhaltung der Gesundheit und das Vorbeugen von Krankheiten ist ein wichtiger Teilbereich der Sozialpädagogik, da diese auch fernab des Gesundheitssystems agieren, handeln und eingreifen kann. Dabei beschäftigt sich die Soziale Arbeit mit allen Altersgruppen und kann präventiv wirken.
Auf diesen Bereich ist der Studiengang Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention spezialisiert. Neben den wissenschaftlichen und praxisbezogenen Themenbereichen der Sozialen Arbeit und ihren Bezugswissenschaften, bekommen die Studierenden auch die rechtlichen Grundlagen gelehrt.
Mit diesen breit gefächerten Kenntnissen stehen den Absolventinnen und Absolventen viele Türen im Bereich der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik offen, dies gilt auch für Bereiche, die nicht unmittelbar einen Gesundheitsbezug haben.

Aufbau des Studiums

Das Basisstudium vom 1. bis 3. Semester besteht aus fünf Modulteilen. Neben dem größten Modulbereich der Grundlagen der Sozialen Arbeit erhalten die Studierenden Kenntnisse in den Modulbereichen Mensch und Umwelt, Praxismethoden, Bezugswissenschaften und Recht.

Das Vertiefungsstudium vom 4. bis 7. Semester kann man in zwei Bereiche aufteilen:
Der erste Teil des Vertiefungsstudiums (4. und 5. Semester) ist sehr praxisnah. Im vierten Semester werden aufbauend auf das Wissen des Basisstudiums Praxiskompetenzen, wie beispielsweise Handlungskonzepte, Kommunikation und Projektmanagement, gelehrt.
Dies bildet die Grundlage für das folgende fünfte Semester, dem Praxissemester. Während des mindestens 20-wöchigen Praktikums an einer fachlich entsprechenden Stelle werden die Studierenden mit einer Projektarbeit betraut, die angeleitet umgesetzt wird. Ziel ist es, den Studierenden die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis zu ermöglichen und sie auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Praxisbegleitend finden Lehrveranstaltungen an der Hochschule statt. An dieser Stelle möchten wir auf die Online-Jobbörse hinweisen, die die Hochschule Kempten auf ihrer Homepage zur Verfügung stellt.
Im zweiten Teil des Vertiefungsstudiums (6. und 7. Semester) werden die Praxiserfahrungen mit den Schwerpunkten (Prävention und Bewältigung, Sozialraum und Gesundheit), dem Modul Gesundheit im Lebenslauf und der Bachelorarbeit verknüpft. Die beiden Semester behandeln sowohl Inhalte der Gesundheit- als auch der Generationenarbeit.
Schließlich wird zum Abschluss des Studiums die Bachelorarbeit unter Anleitung und Betreuung einer/eines Professorin/Professors geschrieben. Sie soll sowohl einen wissenschaftlichen als auch praktischen Bezug aufweisen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums verleiht die Hochschule den akademischen Grad Bachelor of Arts (B.A.).
Die Hochschule Kempten hat Partnerhochschulen, bei denen man ebenfalls ein Auslandssemester absolvieren kann.

Berufsperspektiven

Die Berufsmöglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention sind sehr vielfältig. Ihnen stehen die Bereiche der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik offen, selbst diese, die nicht unmittelbar einen Bezug zur Gesundheit aufweisen.
Auch durch das in 2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz wachsen die Bereiche für die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Soziale Arbeit – Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention.

Mögliche Bereiche der allgemeinen Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik:

  • sozialen Dienste kommunaler Ämter
  • Einrichtungen und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe
  • offene Kinder- und Jugendarbeit
  • Jugendberufs- und Jugendgerichtshilfe
  • Schullaufbahn- und Schulsozialberatung
  • Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
  • Wohn- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderungen
  • Maßnahmen der Rehabilitation
  • Beratungsdienste der Träger freier Wohlfahrtspflege
  • Stadtteil- und Gemeinwesensarbeit
  • Bewährungshilfe
  • Erwachsenenpädagogik
  • Freizeitpädagogik
  • Schuldnerberatung
  • Betriebliche Sozialarbeit
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund bzw. mit Menschen auf der Flucht

Mögliche Bereiche der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit:

  • kommunale Ämter
  • sozialen Dienste der Gesundheitsämter
  • die meisten Teilgebiete der Sozialämter (z.B. Aids-Prävention, Sucht-Prävention, Schwangerenberatung, Heimaufsicht, psychosoziale Betreuung Arbeitssuchender, Seniorenhilfe)
  • Sport-, Schul- und Jugendämter
  • sämtliche Bereiche der Seniorenarbeit (z.B. Seniorenbeauftragte, Seniorenpolitische Gesamtkonzepte)
  • die Arbeit mit Selbsthilfegruppen
  • die Arbeit von Gesundheitskonferenzen und Gesundheitsregionen
  • öffentlichen Gesundheitsdienst
  • die kommunale Gesundheitspolitik und Gesundheitsberichterstattung
  • wesentliche Bereiche der Beratungs- und Hilfsdienste von freien oder kirchlichen Wohlfahrtsträgern

Mögliche Bereiche innerhalb der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit (v.a. die Soziale Arbeit im Gesundheitswesen) können sein:

  • die Kliniksozialdienste sämtlicher Kliniken und Behandlungseinrichtungen (insbesondere von ambulanten und stationären Rehabilitationskliniken)
  • Kurkliniken
  • klinische Dienste, insbesondere die Frühförderung und die Sozialpädiatrie, die Suchtprävention, die Psychiatrie, die Onkologie, die Hospizarbeit und Palliativversorgung sowie die Geriatrie
  • ambulante und stationäre Pflege
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Nähere Informationen zum Studiengang finden Sie auf der Homepage der Hochschule Kempten. Einen vertiefenden Blick gibt das Modulhandbuch der Sozialen Arbeit – Schwerpunkt Gesundheitsförderung und Prävention.

Herzlich Willkommen!